Moral vs. Science

Again, TED puts out a presentation worth watching. I always wondered, especially in democratic societies where the majority decides over policies, how the truth or the right answer prevails. Usually politicians and opinion leaders in general are victims to moral hazard by exposing themselves to minority opinions even though they know for sure that they are right or scientifically proven. The welfare state is a prime example. We all want to keep our social conscience and see it as our moral duty to enforce it in public even though we are critical about it. So most people don’t look at the facts or decide by the consequences, they judge by moral. If I put the public to a vote, guarantying them a basic income of 2000$ no matter what, most of them would probably vote for it even though they have doubts or think that it is wrong generally speaking. The same applies for all the other Robin Hood like principals like taxing the banks or bankers, taxing bonuses or in general taking from the rich and giving it to the poor. The German “Left Party” even put this contradiction up in commercials by advertising “wealth for everybody” on one poster and “taxing wealth” on the next for the same election. Well, in this case I can’t really decide which side I want to be on, the wealthy or the wealthy. This shows very well that spoiled countries such as Germany are focused way to much on the redistribution of wealth instead of creating it, but that’s a long story.

Another example is the fear for terrorism. The statistical likelihood of being a victim to terroristic activities in Germany is ZERO. It is more likely that you are getting killed in a car accident or heart attack or even wrong medication which is estimated to account for every second death. Yet, we still spend millions of Euros to increase so called prevention. Now most people know that limiting your hand luggage fluids to 100ml doesn’t help or turning off your phone on the airplane. Still we accept it, even studies show that all the scanning technology has made airports and flights less safe because security is only focused on what comes through their scanner and not on the suspicion of the traveler.

Now, one of the crucial things about democracy is that everybody can have an opinion about anything but should they? I’m not a football fan but I like the quote “Every fan is a national coach” meaning each fan is a football expert and knows it better than the coach or the players, which off course is not true otherwise they would be on the field and not in the stands. For myself I try to base my opinion solely on facts otherwise I don’t have an opinion or as Helmut Schmidt puts it, “I haven’t thought about that”. Meaning I haven’t come to a conclusion yet, I don’t have all the facts or I just have never thought about it, so neither is the case. We usually expect political parties or other organizations in that area to form the public opinion as for the media, institutions and so on. But they all somewhat depend on each other and are therefore stuck in the system, hence an honest politician and or media must be an oxymoron?

The main contradiction here is the gap between Deontological Ethics and Consequentialism. Coming back to the TED presentation by Sam Harris, moral even damaging moral wins over rational. Or as Kurt Tucholsky put it “Never Underestimate the Power of Stupid People in Large Groups”

Das Leid mit dem Handgepäck

luggageMir steht wieder einmal ein Flug mit einer Billigairline bevor und es tut sich das leidige Problem der Gewichtsbeschränkung des Handgepäcks auf. Ich frage mich ernsthaft, wie man Auflagen von 5 oder 6 Kg erfüllen soll, wenn alleine der Trolly schon fast 2 Kg wiegt.

Bei meinem letzten Flug nach Stockholm, konnte ich den gnadenlos günstigen Preisen von Ryanair nicht widerstehen und flog von “München West” (also Memmingen/Allgäu) für 16€ nach Stockholm und zurück. Gut, schon alleine die Busfahrt zum Memmingen Airport, dauerte so lange wie der ganze Flug und koste genauso viel. Dennoch, unterm Strich immer noch günstig. Fliegen wie Bus fahren könnte man meinen. Bei Ryan Air gibt es nur den Online Check-In und es wird lediglich vor Abflug bzw. vor dem Security Check der Ausweis und Boarding Pass verglichen und nebenbei auf die Waage verwiesen, wo jeder sein Handgepäck wiegen lassen muss. Nun hat Ryan Air, im Vergleich zu anderen Airlines, noch halbwegs humane Handgepäck Gewichte von 10kg.

Diesmal geht es mit Germanwings von München nach Berlin. Germanwings orientiert sich mit seinem Handgepäckgewicht an der Mutter Lufthansa, welche nur 8kg zulässt. Bisher habe ich immer ein Gepäckstück aufgegeben und daher auch am Flughafen erst eingecheckt. Jetzt allerdings mit Online Check-In und nur Handgepäck, welches bereits mehr als 8kg wiegt und dennoch halb leer ist. Trolly + Laptop + Kamera wiegen schon 5 kg. Ich bin mal gespannt ob sie irgendwo eine extra Waage beim Boarding auspacken. Ich kann mich allerdings nicht daran erinnern so etwas schon einmal gesehen zu haben. Genausowenig wie von den Gepäckstück Größenbegrenzern je Gebrauch gemacht wird.  Ein gepflegter Hinweis auf den Verlust der Lufthansa von 2009 und das weitere “Kunden vergraulen wollen” könnte vielleicht hilfreich sein, genauso wie der halb leere Flieger. Sonst muss ich mir eben meine Kamera und ein Buch in die Jacke stecken, we’ll see!

To be continued …

Dennoch komme ich wieder nicht umhin mir meine betriebswirtschaftlichen Gedanken zu machen. Auch wenn ich keine Ahnung von der Luftfahrtindustrie habe, hier mal ein paar Überlegungen, ich lasse mich ja gerne Aufklären.

Nach ein wenig Überlegung frage ich mich, was das Theater mit dem Handgepäck überhaupt bringt. Viel weniger als 8kg geht kaum noch. Fluggesellschaften mit 5-6kg machen eine Ausnahme für Laptops, so dass eh wieder ca. 8kg bei rauskommen. Nach ein wenig Nachforschung komme ich darauf, dass eine A320 auf 100km ca. 5l je Passagier verbraucht. Wenn ich das auf eine Entfernung von MUC – SFX und in Kg herunter rechne, kommt man auf: 5l x 6  (Entfernung 600km) / 80kg (durchschnittlicher Passagier), also ca. 0,375l/kg. Wenn ich jetzt davon ausgehe, dass Germanwings immer mit einer A320 fliegt, also ca. 140 Passagiere. Kommt man auf 140kg Mehrgewicht (wenn der Flieger voll ist) je Kilogramm Handgepäck. Will heißen, wenn Germanwings einem 2Kg mehr, also 10Kg gewähren würde, könnten sie 280Kg weniger zuladen und es würde ihnen je Passagier 0.75l Kersosin mehr kosten.  Nun die Rechnung ist sicherlich stark vereinfacht und Germanwings bzw. Airlines generell werden ihre Gründe haben warum sie weniger Handgepäck zulassen. Dennoch frage ich mich ob sich das lohnt. Andere Fluggesellschaften, Amerikanische und selbst Französische gewähren bis zu 18Kg. Es gibt also durchaus Gründe, Passieren diesen “Umstand” zu ersparen. Nach meiner Rechnung kommen bei einem Kerosinpreis von ca. 1€, für 1Kg Handgepäck ca. 37Cent an Kosten auf die Airline zu. Wenn man noch bedenken möchte, dass dadurch auch in gleichem Maße weniger Fracht transportiert werden kann, verdoppele ich halt die Annahme und Runde auf 1€/Kg Handgepäck auf, wobei ich noch nie großartig viel Fracht bei den Billigfliegern gesehen habe. Wenn man also 10Kg statt 8Kg zulassen würde, wären das max. 2€ an Mehrkosten. Bei durchschnittlichen Ticketpreisen für innereuropäische Flüge von weit über 100€ ein verschmerzbarer Kompromiss für mehr Kundenzufriedenheit, wie ich finde. Ein Argument wie, es sind halt Billigflieger, hingt ein wenig, da auch Lufthansa nur 8Kg zulässt und der Branchenprimus der Billigflieger RyanAir 10Kg zulässt.

In diesem Sinne: “Nur Fliegen ist schöner!”

Update 1:

Viel Wind um nichts, Online Check-In ohne Gepäckaufgabe und das Handgepäck interessiert keinen Menschen. Auf dem Rückflug habe ich es dann übertrieben und locker 15Kg dabei gehabt, auch kein Problem.

Kurz noch ein Hinweis auf den Online-Check-In mit dem Handy. Germanwings bietet dieses seit neuestem an. Hierbei wird einem eine Email oder SMS mit einem 3D Barcode auf das Handy geschickt, welches man beim Securitycheck als auch beim Boarding vorzeigen muss. Allerdings weit gefehlt, wenn man jetzt davon ausgeht, dass einem nun effiziente und moderne technische Abfertigung erwartet. Die Frau beim Securitycheck hat mich angeguckt, als wenn sie das erste mal in ihrem Leben ein iPhone gesehen hat und beim Boarding durfte ich extra “zum Kollegen” der im Computer nach mir suchte, anstatt irgendwas mit dem tollen 3D Barcode zu veranstalten. Immerhin werde ich so vom Drucker suchen erlöst, wenn keiner für den Online Check-In zu finden ist. Prinzipiell kann man ja auch noch an den Self-Check-In Terminal am Flughafen einchecken, doch da bilden sich oft Schlangen und es kostet Zeit, mit dem Handy kann ich das fast noch auf den durchaus längeren Fahrten zum Flughafen erledigen oder wenn mir der Sitzplatz wichtig ist, Tage vorher.

Update 2:

Ein weiteres Update. Diesmal war ich mit Emirates und United Airlines, interkontinental unterwegs, auch hier keinerlei Probleme. Selbst mit mehren Handgepäckstücken sagt keiner was (OK, ich habe mich auch etwas bemüht es ihnen nicht gerade unter die Nase zu halten). Nur wenn das Handgepäck schwer aussieht oder ähnliches kommen sie beim Check-In auf die Idee mal zu wiegen. Aber dafür gibt es ja jede Menge Selbstbehelfsterminals oder eben den Online-Check-In.

Fazit:

Es scheint ein eindeutiges Phänomen der Billigflieger zu sein, besonders Ryanair ist hier zu nennen. Alle anderen kümmern sich kaum darum, zumindest nicht sehr “sichtbar”. Mir scheint diese Regelung eher eine Handhabe zu sein, falls es mal darauf ankommt. Sodass die Airline Kunden auch belangen können, finanziell wahrscheinlich, wobei ich mir das beim momentanen wirtschaftlichen Umfeld kaum vorstellen kann. Wer also noch Berichte hat, welche Airlines wann, wie und wo wiegen oder sonstige Schikanen veranstalten. Bitte ein Kommentar hinterlassen.